Oil

Alternativen zu Diesel und Super

Die Preise an den Zapfsäulen sind wieder am Steigen und wer würde sich da nicht freuen, wenn es Alternativen zum Benzin gibt, die angeboten werden. Vor allem Pendler, die jeden Tag viele Kilometer auf ihrem Weg in die Arbeit zurücklegen müssen, wären dafür sehr dankbar. Natürlich gibt es schon diverse Angebote, wie etwa Erdgas oder den Biosprit, doch wo liegen dabei die Vor- und Nachteile und kann dabei denn wirklich soviel gespart werden?

Es ist Fakt, dass Rohöl nur noch in begrenztem Maße zur Verfügung steht und diese Tatsache wird genutzt, um damit Geld zu machen. Zudem wird der Tag kommen, an dem es zu teuer wird, die letzten Reserven an Öl zu fördern. Umso wichtiger ist es, dass rechtzeitig Alternativen zur Verfügung stehen, die auch praktikabel sind.

Biosprit

Ist es für den normalen Arbeiter aus dem Mittelstand rentabel, wenn er sein Fahrzeug umrüsten lässt und dann lieber mit Erdgas oder Biokraftstoff fährt anstatt mit Super-Benzin? Beim Biosprit ist es schon einmal so, dass dessen Nutzen für die Umwelt mehr als umstritten ist. Bei dieser Art von Kraftstoff handelt es sich um eine Mischung, der nur zu 15% Benzin angehört. Die restlichen 85% werden von Ethanol, besser bekannt als Alkohol, abgedeckt. Dabei ist es so, dass der Großteil aus Pflanzen gewonnen werden kann und so ein Einklang zur Mutter Natur hergestellt wird. Beim Raps ist es so, dass dieser immer wieder nachwächst und somit unendlich zur Verfügung steht. Dabei wäre der Kreislauf der Natur immer in Bewegung, denn das Kohlendioxid, das bei einer Verbrennung freigesetzt wird, kann von Pflanzen wieder aufgenommen werden.

Die Preise sind zwar immer wieder Schwankungen ausgesetzt, doch in der Regel ist der Preis für Biosprit 30 Cent unter dem von Benzin. Dabei ist dann schon berücksichtigt, dass beim Biokraftstoff der Verbrauch höher liegt, als wenn mit Super-Benzin gefahren wird. Ein Nachteil ist das Tankstellennetz, denn nicht jede Tankstelle bietet diese Art von Kraftstoff an, was sich jedoch in naher Zukunft ändern soll. Mitunter ist es bei der Bestellung von einem Neuwagen möglich, dass angefragt wird, ob sich dieser ausrüsten lässt für eine Verträglichkeit von Biokraftstoffen. Dies ist mit Mehrkosten in Höhe von einigen hundert Euro verbunden. 

Erdgas

Erdgas ist noch besser bekannt unter der Abkürzung CNG und von der Zusammensetzung könnte es mit Biogas verglichen werden. Dies wären dann auch schon die beiden Sorten, die sich tanken lassen in diesem Bereich. Es muss lediglich beachtet werden, dass kein Erdgas in den Autogastank gefüllt wird und natürlich auch nicht umgekehrt. Zur Verbrennung kann gesagt werden, dass Erdgas wesentlich sauberer ist bei diesem Vorgang, als dies bei Benzin oder Diesel der Fall ist. Beim Preis ist bekannt, dass Erdgas aktuell für unter einen Euro getankt werden kann und von Seiten der Steuer gibt es auch noch Vergünstigungen bis zum Jahre 2018, die fest zugesagt sind. Wenn es jedoch zum Steigen des Ölpreises kommt, so klettern auch die Preise beim Erdgas. Wer ein neues Auto erworben hat, sollte sich deshalb überlegen, dieses umzurüsten auf den Betrieb mit Erdgas, denn billiger kann eigentlich nicht gefahren werden. Vor allem für Vielfahrer wird es sich nach ca. 2 Jahren auszahlen und das Tankstellennetz für Erdgas ist ebenso schon recht breit gestreut. 

Umrüstung auf Autogas

Es besteht nicht nur bei Neufahrzeugen die Option, dass diese mit Autogas fahren können. Wer sein Auto schon das eine oder andere Jahr gefahren hat, für den gibt es diese Optionen natürlich genauso. Beim Autogas ist es hingegen so, dass eine Speicherung in flüssiger Form erfolgt und daher muss das Volumen des Tankes nicht so groß sein, wie beim Erdgas. Je nach Fahrzeug müssen für eine Umrüstung Kosten von 2000 – 3000 Euro eingeplant werden. Es ist auch beim Autogas so, dass die Steuerbegünstigungen bis zum Jahre 2018 hin als sicher gelten und auch der effektive Literpreis von im Moment ca. 80 Cent kann sich denke ich sehen lassen. Eine Umrüstung kommt jedoch nur für Menschen in Frage, die sehr viel fahren und im Jahr mindestens 25 000 – 30 000 Kilometer auf der Straße verbringen. 

Die Alternative Elektromotor

Ein sehr radikaler Wechsel würde stattfinden, wenn komplett vom Verbrennungsmotor und den damit verbundenen Abgasen weggegangen wird. Dies wäre auch die beste Lösung für die Umwelt. Die Kombination aus einer Brennstoffzelle und einem Elektromotor könnte die Lösung bringen. Bei einer Brennstoffzelle ist es so, dass sich Sauerstoff und Wasserstoff zu Wasser verbinden und dadurch kommt es zum Freisetzen von elektrischer Energie. Dieser Strom lässt sich nutzen, um einen Elektromotor anzutreiben, der natürlich auch entsprechend leise arbeiten wird. Natürlich kommen aus dem Auspuff eines solchen Wagens keine stinkenden Abgase, sondern nur purer Wasserdampf. 

Das Herstellen des Wasserstoffs für die jeweiligen Brennstoffzellen wird über den chemischen Vorgang der Elektrolyse geregelt. Dazu wird kein Strom gebraucht, jedoch ist es nicht einfach ausreichend Wasserstoff im Moment herzustellen. In einigen Jahrzehnten wäre dies jedoch denkbar, wenn ausreichend Energie durch Wasser, Sonne und Wind gewonnen wird, so dass auch die Produktion an Wasserstoff dabei profitieren würde.